Die moma-Eltern-App

Liebe Kinder- und Jugendärzt*innen,

zum moma Projekt gehört auch die moma-App, die für alle Projektteilnehmer kostenlos zur Verfügung steht. Die moma-App beinhaltet einen Kopfschmerzkalender, der von den Eltern des teilnehmenden Kindes geführt wird. Alle 3 Monate werden zusätzlich Fragebögen zur Lebensqualität (Kid-KINDL®) sowie zur Beeinträchtigung durch die Kopfschmerzen (PedMIDAS) erhoben und Fragen zu typischen Kopfschmerz-Auslösern und zu Kopfschmerz-vorbeugenden Maßnahmen/Behandlungen in den letzten 3 Monaten gestellt.

Kann ich als Kinder- und Jugendärzt*in die Daten aus der moma-App für meine Behandlung nutzen?

Sie als Kinder- und Jugendärzt*in haben jederzeit die Möglichkeit, auf der moma-Webseite für jeden Ihrer teilnehmenden Patienten einen tagesaktuellen „moma-Kopfschmerz-Report“ aufzurufen. In diesem stehen Ihnen als wichtige Verlaufsparameter für die Migräne-Behandlung die Kopfschmerzdauer und –stärke, die Anzahl der Kopfschmerztage, die Anzahl der Tage mit Einnahme eines Schmerzmittels und die Schulfehltage und Tage mit Einschränkungen bei Freizeitaktivitäten graphisch ansprechend aufbereitet zur Verfügung. Auch die verabreichten Medikamente und die Ergebnisse der bereits ausgefüllten Fragebögen sind dargestellt.

Ist eine Teilnahme am moma Projekt auch ohne moma-App möglich?

Eine Projektteilnahme ohne Nutzung der moma-App ist nicht möglich. Bitte motivieren Sie die Eltern, die moma-App regelmäßig (täglich) auszufüllen. Die App hat eine Erinnerungsfunktion, die die Eltern jeden Abend an das Eintragen der Kopfschmerzen erinnert. Wichtig ist, dass nur die spontan von den Kindern berichteten Kopfschmerzen in die App eingegeben werden sollen. Damit wollen wir eine Fokussierung der Kinder auf ihren Kopfschmerz mit dem Risiko der Erhöhung von Kopfschmerzfrequenz und -stärke verhindern. Eine gute Datenqualität ist sowohl für Sie als Kinder- und Jugendärzt*in, als auch für das moma Projekt entscheidend. Das moma Projekt verwendet diese Daten in pseudonymisierter Form um herauszufinden, ob sich bei Kindern, die an der multimodalen moma-Intervention in Sozialpädiatrischen Zentren teilnehmen (Interventionsgruppe Praxis+SPZ), eine deutlichere Reduktion der Kopfschmerztage zeigt als bei Kindern, die ihre etablierte Standard-Therapie bei den Kinder- und Jugendärzt*innen erhalten (Interventionsgruppe Praxis).

Der moma-Code: Zugang zur moma-App für die Eltern & Zugang zu Behandlungsdaten und Kopfschmerzreport für die Kinder- und Jugendärzt*innen

Bei Einschluss in das Projekt generieren Sie (als Kinder- und Jugendärzt*in) mit einem Klick auf der moma-Webseite für das Kind einen individuellen moma-Code, der den Eltern mitgegeben wird. Mit diesem Code melden sich die Eltern in der moma-App an. Anhand dieses Codes oder ganz einfach mit Namen und Geburtsdatum können Sie auch über die Webseite auf die Daten des Kindes zugreifen und z.B. den Kopfschmerzreport generieren.

Wie ist das mit dem Datenschutz?

Die moma-App und -Webseite erfüllt alle (strengen) Vorgaben der aktuellen Datenschutzgrundverordnung. Alle Kopfschmerzdaten zu Ihren Patienten werden nur unter den moma-Codes gespeichert, die nicht zum Patienten zurückverfolgbar sind.